Manche haben eine sehr eingeschränkte Vorstellung von Achtsamkeit und es wird viel darüber diskutiert, welche Methoden zu einer klassischen Achtsamkeitspraxis gehören. Journaling ist eine dieser Methoden, die viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Dabei ist sie eine wunderbare Technik, die sehr leicht in die Achtsamkeit führt, und diese gleichzeitig fördert.
Journaling als Achtsamkeitspraxis ist leicht zu erlernen. Keine Sorge, es müssen nicht gleich drei Seiten sein, wie es Julia Cameron in ihrem Buch „The Artist‘s Way“ empfiehlt.
Es gibt Methoden, die weit weniger Zeit in Anspruch nehmen, aber dennoch tief wirken können. Ein Beispiel ist die Methode mit dem Satzanfang.
Beim Schreiben mit dieser Methode schärfen wir unsere Selbstwahrnehmung, indem wir in jedem Augenblick ganz genau wahrnehmen, was wir spüren, denken und fühlen. Und genau diesem geben wir mit unseren Worten Ausdruck.
Achtsames Einstimmen
Um sich beim Schreiben ganzheitlich einbringen zu können, ist es förderlich, sich zuerst auszurichten und alles loszulassen, was zuvor getan wurde und noch im Kopf herumgeht.
Wir beginnen daher vor dem Schreiben damit, unsere Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. Das erreichen wir beispielsweise, indem wir uns auf unseren Atem und unsere Empfindungen konzentrieren. Durch den Fokus auf den Körper kommen wir gedanklich zur Ruhe.
Die gedankliche Leere öffnet einen Raum, in den wieder etwas „einfallen“ kann. Entweder etwas, das mit dem Satzanfang zu tun hat, über den wir gleich schreiben, oder etwas, das unbedingt ausgedrückt werden will.
Und los geht’s mit der Journaling-Übung:
Lenke deine Aufmerksamkeit auf die Bewegung, die der Atem im Bauch- und Brustraum hervorruft, ohne diese zu verändern. Nach fünf Atemzügen schreibe:
„Wenn ich fokussiert bleiben will, hilft es mir …“
Schreibe 3 Minuten lang alles auf, was dir zu dem Satzanfang einfällt. Ohne Unterbrechung, ohne Korrektur und ohne Zensur. Jeden Gedanken und jedes Gefühl. Wenn du vom Thema abweichst, ist das auch in Ordnung. Folge dem, was dir in den Sinn kommt.
- Gedanken fließen ungehindert
- Frei von Perfektion
- Erlaubt ist alles was bewegt
- Offen, freundlich, neugierig
- Sich ehrlich begegnen
Journaling als Achtsamkeitspraxis
Mit einem Satzanfang bringen wir einen Schreibprozess in Gang, der unser eigenes tieferes Wissen offenbart. Etwas, von dem wir unter Umständen nicht einmal wussten, dass wir es haben.
Weitere Satzanfänge und mehr Details zu dieser Journaling-Praxis findest du hier .
Experimentiere mit unterschiedlichen Satzanfängen und übe jedes Mal, als sei es das erste Mal. Lade den Anfängergeist ein, bevor du startest.
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Deine Gabriele von attention.rocks ❤️

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Foto von Alexis Brown bei Unsplash