Journaling & Achtsamkeit

Journaling als AchtsamkeitspraxisFoto von Alexis Brown bei Unsplash

Journaling als Achtsamkeitspraxis hilft, die eigene Selbstwahrnehmung zu verbessern und dazu müssen es nicht gleich 3 Seiten sein, wie es Julia Cameron in ihrem Buch „The Artist‘s Way“ empfohlen hat.

Es gibt Methoden, die weit weniger Zeit in Anspruch nehmen und dennoch tief wirken können, wie z.B. die Methode mit dem Satzanfang.

Da eine feine und akkurate Selbstwahrnehmung sehr stark mit Achtsamkeit verbunden ist, kann man das Journaling als eine schreibende Form der Achtsamkeitspraxis betrachten. Es geht darum, wahrzunehmen, was wir in jedem einzelnen Moment spüren, denken und ausdrücken.

Achtsames Einstimmen

Um sich beim Schreiben ganzheitlich einbringen zu können, ist es förderlich, sich zuerst nach innen auszurichten und alles loszulassen, was zuvor getan wurde und was noch im Kopf herumgeht.

Achtsamkeitsübungen helfen dabei, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken, indem wir uns auf unseren Atem, den Körper, Empfindungen oder Gedanken ausrichten. Durch den Fokus auf den Körper kommen wir gedanklich zur Ruhe. So entsteht ein Raum, in den wieder etwas einfallen kann. Entweder etwas, das mit dem Satzanfang zu tun hat, über den wir schreiben, oder etwas, das unbedingt ausgedrückt werden will.

Und los geht’s:

Lenke deine Aufmerksamkeit auf die Bewegung, die der Atem im Bauch- und Brustraum hervorruft, ohne diesen zu verändern. Nach fünf Atemzügen schreibe:

Wenn ich fokussiert bleiben will, hilft es mir …

Schreibe für 3 Minuten alles auf, was dir zu dem Satzanfang einfällt. Ohne Unterbrechung, ohne Korrektur und ohne Zensur. Jeden Gedanken und jedes Gefühl. Wenn du vom Thema abweichst, ist das auch in Ordnung. Folge dem, was dir in den Sinn kommt.

  • Gedanken fließen ungehindert
  • Frei von Perfektion
  • Erlaubt ist alles was bewegt
  • Offen, freundlich, neugierig
  • Sich ehrlich begegnen

Journaling als Achtsamkeitspraxis

Mit einem Satzanfang bringen wir einen Schreibprozess in Gang, der unser eigenes tieferes Wissen offenbart. Etwas, von dem wir unter Umständen nicht einmal wussten, dass wir es haben.

Experimentiere mit unterschiedlichen Satzanfängen und bleibe offen. Übe jedes Mal so, als sei es das erste Mal. Lade den Anfängergeist ein bevor du startest.

Weitere Satzanfänge und mehr Details über die Journalingpraxis findest du hier .

attention.rocks

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