Innere Ausrichtung nach den 4 Himmelsrichtungen

Die Übung der inneren Ausrichtung passt perfekt zum Jahreswechsel. Darüber hinaus ist sie super geeignet, wenn du das Gefühl hast, dich zu verzetteln. Wenn es an Orientierung fehlt und du dich fragst, wo das Leben hingehen soll. Oder wenn du Frust schiebst, weil es nicht so klappt. Oder wenn du Zweifel hast und denkst, nicht gut genug zu sein. Sie ist perfekt, wann immer du Klarheit, innere Weisheit und Orientierung brauchst.

Innere Ausrichtung

Ich habe diese Übung 2010 in einem Schweigeretreat kennengelernt und schicke hiermit meinen Dank an Franz Nikolaus Müller, der sie damals eingeführt hat.

Die Übung hat sich zu einem wertvollen Ritual entwickelt, das mir hilft, mich nach innen zurückzuziehen, um danach mit mehr Klarheit und Elan im Außen durchzustarten. 

Wenn du nicht genau weißt, wo die Himmelsrichtung ist, nimm einen Kompass zur Hilfe. Da ein Kompass nicht in jedem Haushalt zu finden ist, kannst du auf deinem Smartphone schauen. Die meisten haben eine App oder eine Kompass-Funktion.  

Ablauf der Körperübung

Die Körperübung ist ganz einfach und kann beliebig verändert werden. Sie wird später 4-mal wiederholt.

  1. Hebe mit der Einatmung die Arme nach oben
  2. Halte sie in einer V-Form für 2-3 Atemzüge
  3. Bewege die Hände in Zeitlupe aufeinander, bis sie sich berühren 
  4. Halte die Position für 2-3 Atemzüge
  5. Führe mit einer Ausatmung die Hände vor den Herzraum
  6. Bleibe dort für 2-3 Atemzüge und verbinde dich mit deinem Atem

Nun folgt die Übung mit Ausrichtung auf die 4 Himmelsrichtungen mit ihren jeweiligen Aspekten und Qualitäten.

Innere Ausrichtung und Himmelsrichtungen

Richte dich nach Norden aus. Bevor du mit dem Ablauf beginnst, verbinde dich mit den Aspekten des Nordens. Der Norden steht für Klarheit, Weisheit, Ruhe und der inneren Verbindung. Verbinde dich mit deinem Bedürfnis. Was brauchst du und was willst du in die Welt bringen? Am Anfang und am Ende der Übung kannst du dir sagen: „Möge ich erkennen, was ich mir und der Welt zu geben habe.“ 

Richte dich nach Westen aus. Bevor du beginnst, verbinde dich mit den Aspekten des Westens – Frieden, Loslassen, Heilung, Ernte und der eigenen Lebensfluss. Der Westen steht für alles, was du nicht mehr brauchst und dankbar loslassen kannst. Am Anfang und Ende der Übung kannst du dir sagen: „Möge ich erkennen, was mich blockiert. Möge ich es loslassen oder verwandeln, und mich im Fluss des Lebens spüren.“ 

Richte dich nach Süden aus. Bevor du beginnst, verbinde dich mit den Aspekten des Südens – Fülle, die eigenen Talente, das Potential, den Mut und die Tat. Hier erkennst du, was du schon alles besitzt, was du kannst und vielleicht auch was du zu geben hast. Auch hier kannst du am Anfang und Ende der Übung sagen: „Möge ich die Fülle erkennen, in mir, um mich herum und in jedem kleinen Ding.“

Richte dich nach Osten aus. Verbinde dich mit den Aspekten des Ostens – Neubeginn, Offenheit, Wachstum, Aufbruch und Vision. Hier ist die Energie, das umzusetzen, was getan werden will und das in die Welt zu bringen, was du in die Welt bringen willst. Oder in das neue Jahr. Am Anfang und Ende der Übung sage dir: „Möge ich mich mit der Energie verbinden, die mir hilft, mich mit Freude allem Neuen zuzuwenden.“

Fazit

Diese Übung der inneren Ausrichtung ist eine wundervolle Achtsamkeitsübung und nicht nur zum Start des neuen Jahres hilfreich.

Im Lauf der Sonne haben wir jeden Tag einen Neubeginn, erleben die Fülle und das Ende. In der Nacht leuchtet der Nordstern in der unendlichen Weite des Universums und kann Richtung geben.

Beginne jeden Tag mit der Kraft und Freude, die das Leben zu bieten hat – für die großen und die kleinen Dinge, an sonnigen und wolkigen Tagen, bei Regen und Sturm. ❤️

Deine Gabriele von attention.rocks

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