Erkenntnisse über das Licht und alltägliche Befürchtungen

Befürchtungen im Zusammenhang mit dem LichtFoto von James Donovan bei Unsplash

Manchmal können wissenschaftliche Fakten das bisherige Weltbild gehörig auf den Kopf stellen. Eine Sache, die mein Denken nachhaltig verändert hat, ist das Wissen um die Ausbreitung des Lichts. Und der Zusammenhang mit den alltäglichen Befürchtungen.

Es fasziniert mich, in den Abendhimmel zu blicken und zu wissen, dass das Licht einer Quelle auch dann noch weiterreist, wenn die Quelle selbst nicht mehr besteht. Seit ich das weiß, frage ich mich automatisch, ob das, was ich gerade am Sternenhimmel sehe, überhaupt noch existiert.

Dieses Wissen hat mein Verständnis von Realität total verändert

Wenn wir die Geschichte mit dem Licht in unser Leben transportieren, dürfen wir uns fragen, ob eine Befürchtung, die uns gerade den Augenblick versaut, möglicherweise eine Grundlage hat, die nicht mehr existiert.

Hier liegt viel Potential für Ernüchterung und gleichzeitig auch für inneren Frieden.

Meist liegt die Grundlage von Befürchtungen in unserer Vergangenheit. Wir befürchten etwas, das wir selbst schon mal erlebt haben, oder was andere uns erzählt haben, oder etwas, das wir in Filmen gesehen oder bei anderen beobachtet haben. Unser Gehirn speichert alles Emotionale ab und was bleibt ist eine Erinnerung – das Licht. Je emotionaler die Geschichte, desto länger reist das Licht.

Hier ein persönliches Beispiel.

Vor zwei Jahren durfte ich vor einer großen Gruppe einflussreicher Menschen einen englischen Vortrag über Achtsamkeit halten. Das Thema lag mir sehr am Herzen und ich war total aufgeregt. Kurz vor dem Auftritt spürte ich, wie eine altbekannte Angst in mir aufstieg. Ich fürchtete, alles zu vergessen, sobald ich auf der Bühne stand, und mich bis auf die Knochen zu blamieren.

Was war die Grundlage für diese Befürchtungen?

Die zugrundeliegende Befürchtung basierte auf einem Ereignis, das mehr als 30 Jahre zurück lag. Ich war damals ähnlich nervös und hatte einen totalen Blackout während einer mündlichen Prüfung. 

Da mir diese Erinnerung wohlbekannt war, und sie regelmäßig in den ungünstigsten Situationen um die Ecke kam, war ich gewappnet. Ich konnte ich mich mit ein paar tiefen Atemzügen, einer aufrechten Haltung und einem inneren Dialog beruhigen, den ich mir schon vor einiger Zeit ganz bewusst für solche Situationen zusammengestellt hatte.

Ich sagte mir: „Die Angst mag die gleiche sein. Sie ist aber nur das Licht, denn heute sind die Voraussetzungen andere. Vor 30 Jahren war ich mittelmäßig vorbereitet und hatte ein mega-schlechtes Gewissen, weil ich am Abend vorher auf „Dance-Night“ war. Heute kenne ich mich in meinem Thema bestens aus und freue mich, hier zu sein und etwas bewegen zu dürfen.“

In diesem Moment machte ich mir all mein Wissen bewusst. Ich mobilisierte meine Zuversicht und schaffte die Grundlage für eine neue Erinnerung. Der Termin lief super und das neue Licht ließ das alte Erlebnis verblassen.

Auswirkungen auf unsere Denkleistung

Wissenschaftler haben festgestellt, dass unsere Denkleistung bei Angst tatsächlich abnimmt, weil unser Gehirn in Alarmbereitschaft geht. Wir sind nur noch auf die Gefahr fokussiert. Daher lohnt es sich, genau hinzuschauen, welche Befürchtungen uns regelmäßig befallen und was sie bewirken können.

Hast du auch ein paar alte Bekannte, die dich in den ungünstigsten Momenten aufsuchen? Dann kannst du dich fragen, ob die Grundlage dieser Geschichte mit all den damit verbundenen Gefühlen heute noch existiert.

Im Grunde genommen, sind alles nur Geschichten, die wir uns täglich unbewusst erzählen. Die ein oder andere lohnt sich bestimmt, neu geschrieben zu werden.

attention.rocks

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